Gut gerüstet auch für widrige Zeiten

Hof, 15.6.2016

Die VR Bank Hof eG zieht in der Vertreterversammlung eine positive Bilanz des Jahres 2015

Die VR Bank Hof eG hat sich im Geschäftsjahr 2015 in einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich behauptet und ihre Position in der Region weiter gestärkt. „Unsere Kunden vertrauen uns. Das ist die Basis für die gute Entwicklung unseres Kredit- und Einlagengeschäfts“, sagte Vorstandsvorsitzender Jürgen Handke anlässlich der Vorlage der Geschäftszahlen zur Vertreterversammlung im Festsaal der Freiheitshalle Hof. „Im Spannungsfeld zwischen Niedrigzins, Bürokratie und Kostendruck steht die VR Bank Hof eG gut da und kann erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken“, bestätigte Aufsichtsratsvorsitzender Josef Hauke in seiner Begrüßung der 230 Vertreter und Gäste. Dies spiegelt sich auch in der Bilanzsumme der Hofer Genossenschaftsbank wider, die gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent auf 1,098 Milliarden Euro gestiegen ist.

Kredit- und Einlagengeschäft mit erfreulichem Zuwachs

Getragen wurde das erfreuliche Wachstum im Kundengeschäft von einer stabilen Kreditnachfrage. Die Impulse kamen sowohl aus dem Firmenkunden- als auch aus dem Privatkundengeschäft. „Der gewerbliche Mittelstand, Landwirte und Privatleute nutzten das historisch niedrige Zinsniveau, um ihre Investitionsprojekte zu verwirklichen“, sagte Vorstandsmitglied Bernd Schnabel. Ende 2015 hatte die VR Bank Hof eG Kredite im Umfang von 532 Millionen Euro ausgereicht. „Damit wuchsen unsere bilanziellen Kundenkredite mit einem Plus von 5,9 Prozent stärker als der Gesamtmarkt.“ Besonders gefragt waren langfristige Darlehen, vor allem im Immobiliengeschäft. Bernd Schnabel: „Gemeinsam mit unseren erfolgreichen Partnern im genossenschaftlichen Finanzverbund haben wir am Jahresende insgesamt ein Kreditvolumen von 715 Millionen Euro betreut. Das entspricht einem Zuwachs von sieben Prozent.“

Das steigende Kreditvolumen finanziert die VR Bank Hof eG mühelos durch Kundeneinlagen. „Unser Einlagengeschäft verlief trotz des Niedrigzinsumfelds stabil.“ Die Kunden hatten der VR Bank Hof zum Jahresende Einlagen in Höhe von 919 Millionen Euro anvertraut. Damit verzeichneten die Kundengelder einen Anstieg um 1,1 Prozent. Schnabel: „Tagesgeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige Anlageformen waren mit Abstand am beliebtesten.“ Angesichts des niedrigen Zinses hatten die Mitglieder und Kunden der VR Bank Hof eG aber auch größeres Interesse an renditestärkeren Anlageformen wie Wertpapiere, Lebensversicherungen und Bausparprodukte. „Unser Wertpapiergeschäft hat sich trotz der Belastung durch wirtschaftliche und politische Risiken zum Jahresende weiter erfreulich entwickelt.“ Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen stieg um 42 Millionen Euro oder 8,6 % auf 534 Millionen Euro. Insgesamt hat sich das betreute Kundenanlagevolumen, welches neben den bilanziellen Kundengeldern auch Wertpapiere oder Versicherungen der VR Bank-Kunden einschließt, um 3,7 Prozent auf 1,453 Milliarden Euro erhöht.   


„Die Menschen wollen wissen, wem sie ihr Geld anvertrauen. Wir sind keine anonymen Geldverwalter, sondern die Bevölkerung kennt uns persönlich. Sie weiß, dass wir seriös arbeiten.“ Bernd Schnabel freute sich deshalb sehr darüber, dass die VR Bank Hof eG erneut zum Testsieger des Hofer Kundenspiegels gewählt wurde und somit zum siebten Mal in Folge an der Spitze der bewerteten Hofer Banken und Sparkassen steht.
 

 

Die VR Bank Hof eG hat sich im Geschäftsjahr 2015 in einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich behauptet und ihre Position in der Region weiter gestärkt.
von links: Vorstandsmitglied Bernd Schnabel, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Karl Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender Josef Hauke, Vorstandsmitglied Norbert Schug und Vorstandsvorsitzender Jürgen Handke

Solide Eigenkapitalbasis weiter gestärkt

Die VR Bank Hof eG hat die ertragsstarken Jahre vorausschauend genutzt, um ihre Kapitalbasis zu stärken und einen Risikopuffer aufzubauen. „Durch Gewinnthesaurierung und den moderaten Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder konnte unser Eigenkapital weiter gestärkt werden“, betonte Vorstandsmitglied Norbert Schug. Mit 82 Millionen Euro stellen die bilanziellen Eigenmittel der VR Bank Hof eG eine stabile Grundlage für die ab 2019 geltenden, erhöhten Eigenkapitalanforderungen dar. Ermöglicht wurde diese positive Entwicklung durch die stabile Ertragslage der Genossenschaftsbank. So konnte der rückläufige Zinsüberschuss durch das erhöhte Kreditvolumen, gestiegene Provisionserträge und ein straffes Kostenmanagement kompensiert werden. Norbert Schug: „Wir freuen uns über den insgesamt guten Geschäftsverlauf im vergangenen Geschäftsjahr, wissen aber auch, dass sich dieses Ergebnis in den nächsten Jahren nicht wiederholen wird.“

Denn trotz dieser positiven Geschäftszahlen wissen auch die Vorstände der VR Bank Hof eG, dass die Herausforderungen in der Finanzbranche schwieriger werden. „Die Sturmtiefs, deren Ausläufer die Volks- und Raiffeisenbanken bereits erreicht haben, heißen Digitalisierung, Regulierungsflut und Nullzinsniveau“, hob Vorstandsvorsitzender Jürgen Handke hervor. „Deshalb ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um aus unserer Position der Stärke heraus die Kräfte zu bündeln.“ Zu diesem Zweck hatten die VR Banken Hof und Bayreuth Anfang des Jahres einen Kooperationsvertrag geschlossen. Das Ziel der Zusammenarbeit ist eine Fusion, die im Laufe des nächsten Jahres vollzogen werden soll.

Die Unterstützung sozialer, kultureller und sportlicher Belange wurde im Jahr 2015 konsequent weitergeführt. Mit Spenden in Höhe von 150.000 Euro an örtliche Vereine und gemeinnützige Einrichtungen hat sich die VR Bank Hof eG engagiert. Sehr gut angenommen wird das erste digitale Crowdfunding-Portal für die Region, das die Genossenschaftsbank seit April 2015 zur Verfügung stellt. Die Plattform bietet gemeinnützigen Vereinen und Institutionen eine onlinebasierte Finanzierungsmöglichkeit für regionale Projekte. Bislang wurden mehr als 100.000 Euro Spendengelder für 18 Projekte in der Region gesammelt.

Die 27.600 Mitglieder der VR Bank Hof eG profitieren durch drei Prozent Dividende auf die Geschäftsguthaben direkt vom Erfolg ihrer Genossenschaftsbank. In der Versammlung haben die Vertreter der VR Bank-Mitglieder den Jahresabschluss genehmigt sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Auf der Tagesordnung standen außerdem Neuwahlen im Aufsichtsrat. Marion Schröder aus Oelsnitz und Hermann Klug aus Töpen wurden dabei einstimmig wiedergewählt.